Geschäftslage negativ
Die Auftrags- und Umsatzlage
wird von den befragten Unternehmen aktuell nochmals schlechter
beurteilt als im Vorjahr. So meldeten nur noch 25,2 Prozent der
Befragten (Vorjahr: 34,1 Prozent) ein Umsatzplus. Umsatzeinbußen
verzeichneten hingegen 26,8 Prozent der Unternehmen (Vorjahr: 21,0
Prozent). Zudem sind die Auftragseingänge im Mittelstand
eingebrochen. Das lässt eine schnelle Trendumkehr unwahrscheinlich
werden, da sich die Orderbücher zunehmend leeren. Fast jeder dritte
Befragte (31,8 Prozent) meldete einen Auftragsrückgang (Vorjahr:
25,2 Prozent) und nur 17,9 Prozent verbuchten steigende
Auftragsbestände (Vorjahr: 23,6 Prozent).
Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage ist die Beschäftigung im
Mittelstand kaum gewachsen. 16,0 Prozent der befragten Unternehmen
meldeten einen kleineren Personalbestand (Vorjahr: 12,6 Prozent),
während bei 18,5 Prozent der Befragten die Zahl der Mitarbeiter
gestiegen ist (Vorjahr: 20,1 Prozent).
Investitionsbereitschaft im Keller
Vor dem Hintergrund der stark
gestiegenen Finanzierungskosten und der eingetrübten Wirtschaftslage
ist die Investitionsbereitschaft im Mittelstand eingebrochen. Der
Anteil der Unternehmen, die ein Investitionsvorhaben planen, ist von
46,2 auf 38,4 Prozent gesunken. Das ist der niedrigste Wert seit
fast 20 Jahren.
„Bei den Investitionsplanungen ist die Rezession deutlich zu spüren.
Außerdem haben sich die Finanzierungsbedingungen für die Unternehmen
signifikant verschlechtert. Entsprechend wenig werden derzeit
Bankkredite nachgefragt und hinzu kommen Einschnitte bei den
Eigenmitteln“, erläutert Hantzsch.